• Christian Hoffmeister

Think Connected – das Zahnradprinzip


Das Zahnrad-Prinzip besagt, dass Geschäftsmodelle, die sich um disruptive

Technologien herum entwickeln, erst dann marktfähige Werte schaffen

können, wenn verschiedene andere und unabhängige Angebote mit dem

eigenen Angebot ineinandergreifen. Oder anders gesagt, die einzelnen Business Models schaffen erst Wert, wenn ein Ökosystem digitaler Business Models aufgebaut wurde.


Hierbei müssen die Anbieter einzelner Plattformen

erkennen, ob die Umfelder schon soweit sind, dass das einzelne Geschäftsmodell Wert schaffen und schöpfen kann und es muss strategisch so geplant werden, dass sich die einzelnen Modelle

wertschöpfend miteinander verzahnen.


Um neue und disruptive Technologien herum entstehen sehr schnell neue

Lösungen und Angebote. Diese entwickeln sich schneller, als Märkte dafür

entstehen. Dies hängt oft damit zusammen, dass für diese neuartigen Lösungen

weder ein Konsumentenwissen noch eine technisch ausreichende Ausstattung

der Nutzer vorhanden ist. Zu Beginn dieser Entwicklungen haben

sich auch keine stabilen Wertketten – bestehend aus verschiedenen Leistungskomponenten

– gebildet. Sieht man sich den digitalen Musikmarkt an,

dann haben sich um das neue technische Musikformat mp3 sehr schnell

digitale Plattformen wie Napster, limewire oder SoundJam (dem Vorläufer

von iTunes) entwickelt. Eine wirtschaftliche Marktfähigkeit besaßen diese

Angebote nicht. Es fehlten wichtige Verzahnungen von Musikplattformen,

entsprechender Internetbandbreite, internetfähige Musikplayer wie das

iPhone sowie günstige Datentarife für die Smartphones, um sich Musik

downloaden zu können, und passende Payment-Methoden.

Erst als sich diese Bereiche zu festen und stabilen Verbindungen zusammengeschlossen

haben, funktionierten auch die Geschäftsmodelle der einzelnen

Anbieter. Um diese Wertketten herum, muss sich zudem immer ein

Konsumentenwissen aufbauen. Erst dieses trägt dann zu einem wirtschaftlichen

Erfolg bei. Es muss also immer erst zu einem Ineinandergreifen einzelner

Bausteine in einem entstehenden Ökosystems kommen. Dann erst

können erfolgreiche Geschäftsmodelle in diesem System etabliert werden.


Dabei können Unternehmen selbst in den einzelnen relevanten Segmenten

die Treiber der Entwicklung sein oder warten, bis andere Unternehmen,

diese Märkte entwickeln.


Oftmals schauen Manager aber nur auf die Qualität und Leistungsfähigkeit

Eines einzelnen Modells und verlieren aus dem Blick, dass der Erfolg nicht nur

von dem einzelnen Business Model abhängt, sondern von dem Funktionieren eines

ganzen Ökosystems aus Modellen. Erst die werthaltige Verzahnung führt

dazu, dass auch die einzelnen Geschäftsmodelle funktionieren.


Diese kann dabei dadurch entstehen, dass man ganz viele Modelle selber aufbaut oder kauft und betreibt, oder sich immer stärker mit anderen externen Modellen vernetzt.


Hierfür ist oft eine langfristige strategische Planung notwendig die aber mit einem agilen und schnellen Aufbau vieler einzelner Geschäftsmodelle kombiniert wird.



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